In diesem Kapitel lernst Du, wie man mit einem Piezo-Summer einen Ton spielen kann.
Wir hören einen Ton, wenn eine Schallwelle auf das Trommelfell in unseren Ohren trifft. Diese Schallwelle hat eine bestimmte Amplitude. Die Amplitude gibt die Höhe bzw. Tiefe der Wellenberge bzw. Wellentäler an und hängt mit der Lautsärke des Tons zusammen.
Ton-Wellenfunktionen sind außerdem periodische Funktionen. Das heißt, dass ein bestimmter Funktionswert in gleichbleibenden Abständen wieder auftaucht. Die sinus-Funktion hat zum Beispiel die Periode 2·π, weil sin(0) = sin(0 + 2π) = sin(0 + 4π) ist. Die Periodendauer T gibt an, wie viel Zeit das Durchlaufen einer Periode in Anspruch nimmt.
Einer Schallwelle kann man außerdem eine Frequenz f zuordnen. Diese gibt an, wie viele Perioden pro Sekunde durchlaufen werden und lässt sich wie folgt berechnen: f = 1/T. Die Frequenz hängt mit der Tonhöhe zusammen, also zum Beispiel damit, ob wir ein C oder ein D hören. Die Einheit der Frequenz ist Hertz, was mit Hz abgekürzt wird, und so viel wie pro Sekunde bedeutet.
Um Töne abzuspielen, nutzen wir einen Piezo-Summer. In diesem ist ein Piezo-Kristall verbaut. Der Piezo-Kristall dehnt sich aus, wenn wir eine Spannung anlegen, und kehrt in seinen ursprünglichen Zustand zurück, wenn wir die Spannung wieder wegnehmen. Um nun einen Ton einer bestimmten Frequenz zu erzeugen, schalten wir die Spannung in einem bestimmten Takt ein und wieder aus. Das darfst Du nun einmal selbst ausprobieren.

Der Kammerton A ist der Ton, der von einem Orchester zu Beginn eines Konzerts von allen Instrumenten zum Einstimmen gespielt wird. Er liegt ungefähr bei 440 Hz.
GND. Baue die Schaltung auf.• Welche Phase entsteht, wenn die Spannung anliegt (Wellenberg)?
• Welche Phase entsteht, wenn die Spannung aus ist (Wellental)?
• Welche Bedeutung hat die Zeit 2·t – welcher Größe entspricht sie?
„An“ entspricht dem Wellenberg, „Aus“ dem Wellental. Ein Wellenberg plus Wellental ergeben eine Periode T. Da f = 1/T, gilt T = 1/f und damit t = T/2 = 1/(2·f). Für 440 Hz: t ≈ 1136 µs.
unsigned int) für t in Mikrosekunden an.OUTPUT.HIGH und LOW.delayMicroseconds(t) (nicht delay()), da wir im µs-Bereich sind.tone()-Funktion.
// Spielt den Ton mit der Frequenz 440 Hz
// auf dem an digitalen Pin 3 angeschlossenen Piezo-Summer
tone(3, 440);
Schreibe nun Dein Programm aus der vorherigen Aufgabe so um, dass Du anstelle des An- und Ausmachens des digitalen Pins die tone()-Funktion nutzt, um den Kammerton a zu erzeugen. Hört sich beides gleich an oder hörst Du einen Unterschied?